Use Case
Mobilitätsdienstleister
Automatisierte On-Chain-Abrechnung
Automatisiert
Sofortige Abrechnung
Transparent
Klare Verteilung
Nachvollziehbar
Revisionssicher
Automatisierte On-Chain-Abrechnung und Echtzeit-Zahlungsverteilung für Fahrer, Flottenbetreiber und Partner – transparent und nachvollziehbar.
1. Kurzüberblick
Moderne Mobilitätsangebote erfordern eine Abrechnung, die mit dynamischen Fahrten, unterschiedlichen Tarifen und mehreren beteiligten Parteien umgehen kann. Dieser Use Case beschreibt eine digitale Abrechnungs- und Zahlungslösung, mit der Mobilitätsleistungen automatisiert erfasst, abgerechnet und den jeweiligen Beteiligten eindeutig zugeordnet werden.
Jede Fahrt oder erbrachte Leistung wird als eigenständiger Abrechnungsvorgang behandelt. Auf Basis definierter Tarife und Verteilungsregeln wird der fällige Betrag automatisch berechnet und dokumentiert. Die zugrunde liegende Abrechnungslogik stellt sicher, dass Einnahmen korrekt zwischen Fahrern, Flottenbetreibern, Plattformen oder weiteren Partnern aufgeteilt werden – konsistent, nachvollziehbar und ohne manuelle Eingriffe.
Die Lösung nutzt eine gemeinsame digitale Abrechnungsebene als verbindliche Referenz für alle Umsätze. Diese dient nicht als Ersatz bestehender Systeme, sondern ergänzt vorhandene Mobilitäts-, Zahlungs- und Buchhaltungslösungen um eine transparente und überprüfbare Abrechnungslogik. Alle abrechnungsrelevanten Vorgänge sind dauerhaft dokumentiert und können jederzeit eingesehen oder weiterverarbeitet werden.
Zahlungen können flexibel über unterschiedliche Wege abgewickelt werden, ohne die Abrechnungslogik zu verändern. Unabhängig davon, ob digitale Zahlungsmittel oder klassische Zahlungsdienstleister genutzt werden, bleibt die Abrechnung konsistent und eindeutig nachvollziehbar.
Das Ergebnis ist ein skalierbarer Abrechnungsprozess, der sich für unterschiedliche Mobilitätsmodelle eignet – von einzelnen Fahrten bis hin zu komplexen Revenue-Sharing-Strukturen – und eine verlässliche Grundlage für transparente Einnahmenverteilung und automatisierte Zahlungsabläufe schafft.
2. Problem & Ausgangslage
Mobilitätsanbieter agieren in komplexen Ökosystemen mit vielen beteiligten Parteien. Fahrten und Leistungen werden über unterschiedliche Systeme erfasst und abgerechnet – mit fragmentierten Datenstanden und hohem Koordinationsaufwand. Abrechnungsprozesse sind zeitverzögert, manuell geprägt und schließen fehlerhafte Nachkorrektionen nicht aus.
Besonders kritisch ist das Fehlen einer gemeinsamen, verlässlichen Abrechnungsgrundlage, wenn mehrere Parteien an Umsatzverteilungen beteiligt sind. Modern Mobilitätsmodelle mit vielen kleinen Transaktionen sind mit klassischen Abrechnungssystemen wirtschaftlich schwer abzubilden – Transparenz und Nachvollziehbarkeit leiden. All dies schränkt Effizienz, Skalierbarkeit und das Vertrauen zwischen beteiligten Parteien ein.
Zentrale Herausforderungen:
Fragmentierte Abrechnungsprozesse
Fahrtdaten liegen verteilt vor. Erfassung, Abrechnung und Zahlung erfolgen über unterschiedliche Systeme – mit hohem Abstimmungsaufwand und Fehleranfälligkeit.
Verzögerte & manuelle Zahlungen
Abrechnungsläufe erfolgen zeitverzögert und manuell geprägt. Nachkorrektionen und Rückfragen sind alltäglich und binden personelle Ressourcen.
Unklare Einnahmenverteilung
Bei mehreren beteiligten Parteien (Fahrer, Betreiber, Plattform) fehlt eine gemeinsame, verlässliche Abrechnungsgrundlage. Disputationen sind häufig.
Skalierungsprobleme
Besonders viele kleine Transaktionen sind wirtschaftlich schwer abzubilden. Moderne Tarifmodelle und Zahlungsflüsse führen zu Komplexität statt Transparenz.
Kernproblem: Abrechnung und Zahlung werden als getrennte Prozesse behandelt. Es fehlt die durchgängige Automatisierung und gemeinsame digitale Abrechnungsebene, auf der alle Parteien auf verlässliche Daten zugreifen können – das ist der Ansatzpunkt für eine neue Lösung.
3. Lösung & Ablauf in der Praxis
Die Lösung basiert auf einer automatisierten Abrechnungslogik, bei der Abrechnung, Zahlungsfreigabe und Einnahmenverteilung technisch miteinander verzahnt sind. Die Blockchain dient dabei als gemeinsame, unveränderliche Abrechnungsebene, während der tatsächliche Geldfluss flexibel gestaltet werden kann – digital oder klassisch – ohne die zugrunde liegende Logik zu verändern.
Zu Beginn werden die Abrechnungsregeln gemeinsam definiert. Dazu gehören Tarife, Zuschläge, Rabatte sowie die Verteilung der Einnahmen zwischen Fahrern, Flottenbetreibern, Plattformen oder Infrastrukturpartnern. Diese Regeln werden als Smart-Contract-Logik umgesetzt und bilden die verbindliche Grundlage für alle späteren Abrechnungen.
Im laufenden Betrieb erfassen bestehende Systeme wie Fahrer-Apps, Fahrzeugcomputer oder Telematiklösungen automatisch die relevanten Fahrtdaten, etwa Strecke, Zeit oder genutzte Zusatzleistungen. Nach Abschluss einer Fahrt werden diese Daten an den Abrechnungsmechanismus übergeben. Auf Basis der hinterlegten Regeln wird der Fahrpreis berechnet und eine digitale Rechnung erzeugt.
Die anschließende Zahlung erfolgt ohne manuelle Zwischenschritte. Je nach bestehender Systemlandschaft und regulatorischem Rahmen kann die Abwicklung direkt über digitale Zahlungsmittel erfolgen oder über angebundene Zahlungsdienstleister in Fiat-Währung. In beiden Fällen bleibt die Blockchain die verbindliche Referenz für die Abrechnung: Sie dokumentiert, welcher Betrag fällig ist, wie er verteilt wird und wann die Zahlung ausgelöst wurde.
Einnahmen werden automatisiert den vorgesehenen Empfängern zugeordnet – etwa Fahrern, Flottenbetreibern oder weiteren Partnern – und ohne Verzögerung verbucht. Dadurch entfallen klassische Abrechnungsläufe, manuelle Freigaben und nachträgliche Korrekturen. Alle Schritte vom Abschluss der Fahrt bis zur Verbuchung der Zahlung sind nachvollziehbar und dauerhaft dokumentiert.
Für Betreiber entsteht so ein durchgängiger Abrechnungsprozess mit hoher Transparenz. Umsätze, Auszahlungen und offene Beträge lassen sich in Echtzeit einsehen und direkt in bestehende Buchhaltungs- und Reporting-Systeme integrieren. Prüfungen und Abstimmungen beschränken sich auf Ausnahmefälle, während der Regelbetrieb vollständig automatisiert abläuft.
Das Ergebnis ist ein skalierbares Abrechnungssystem, das sich nahtlos in bestehende Zahlungs- und Finanzprozesse einfügt, gleichzeitig aber die Vorteile einer gemeinsamen, vertrauensminimierten Abrechnungslogik nutzt – unabhängig davon, ob Zahlungen digital oder klassisch erfolgen.
4. Technischer Überblick
Die Lösung folgt einer klaren Trennung zwischen Abrechnungslogik und bestehenden Fachsystemen. Die Blockchain übernimmt dabei die Rolle eines gemeinsamen, unveränderlichen Abrechnungsregisters, während operative Systeme weiterhin wie gewohnt genutzt werden.
Technische Komponenten:
Abrechnungsregister
Blockchain speichert abrechnungsrelevante Informationen: Fahrten, Rechnungsbeträge, Zahlungsfreigaben. Alle Abrechnungen sind nachvollziehbar und revisionssicher.
Smart-Contract-Logik
Preisberechnung und Einnahmenverteilung sind als automatisierte Logik umgesetzt. Sie stellt sicher, dass jede Abrechnung korrekt erfolgt – ohne manuelle Eingriffe.
Systemintegration
Fahrer-Apps, Fahrzeugsysteme, Buchhaltung und Zahlungsdienstleister sind über APIs angebunden. Die bestehende IT-Landschaft bleibt erhalten und wird sinnvoll erweitert.
Sicherheit & Datenschutz
Rollenbasierte Zugriffe, kritische Mehrparteien-Freigaben und pseudonymisierte Blockchain-Daten. Personenbezogene Daten verbleiben off-chain.
Technische Details wie die konkrete Blockchain-Plattform, der Betrieb eigener Nodes oder die Anbindung externer Zahlungsdienstleister werden projektspezifisch festgelegt. Die Architektur ist bewusst modular aufgebaut, sodass sie an unterschiedliche Unternehmensgrößen, Transaktionsvolumen und regulatorische Anforderungen angepasst werden kann.
5. Voraussetzungen
Die Lösung ist so konzipiert, dass sie sich in bestehende Mobilitäts- und Abrechnungslandschaften integrieren lässt, ohne diese grundlegend zu ersetzen.
Digitale Erfassung
Fahrten oder Leistungen werden bereits heute digital erfasst – etwa über Fahrer-Apps, Fahrzeugcomputer, Telematiksysteme oder vergleichbare Anwendungen.
IT-Infrastruktur & Schnittstellen
Stabile IT-Infrastruktur sowie die Möglichkeit, Abrechnungsdaten über Schnittstellen bereitzustellen oder zu empfangen. Der Zugriff auf eine Blockchain-Infrastruktur kann über eigene Systeme oder externe API-Dienste erfolgen.
Definierte Abrechnungsregeln
Abrechnungsregeln, Tarife und Einnahmenverteilungen müssen klar definiert werden. Dazu zählen Zuständigkeiten, Rollen und Freigabeprozesse ebenso wie Sonderfälle oder abweichende Vereinbarungen.
Systemanbindung
Anbindung an bestehende Zahlungs-, Buchhaltungs- und Reporting-Systeme sollte vorgesehen sein, damit Abrechnungen nahtlos in vorhandene Finanzprozesse überführt werden können.
Datenschutz & Compliance
Personenbezogene Daten verbleiben außerhalb der Blockchain, während abrechnungsrelevante Informationen revisionssicher dokumentiert werden. Dadurch lässt sich die Lösung auch in regulierten Umfeldern einsetzen.
6. Risiken & Trade-offs
Eine automatisierte, regelbasierte Abrechnung bringt klare Vorteile, erfordert jedoch eine sorgfältige Konzeption und den bewussten Umgang mit technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen.
Fehler in der Abrechnungslogik
Automatisierte Prozesse setzen klar definierte Regeln voraus. Unklare oder falsch modellierte Tarife und Verteilungslogiken können zu fehlerhaften Abrechnungsergebnissen führen.
Strukturierte Konzeption, klare fachliche Definitionen, umfangreiche Tests und eine schrittweise Einführung vor dem produktiven Betrieb.
Umgang mit Zugriffsrechten und Berechtigungen
Der Zugriff auf Abrechnungsfunktionen und Konfigurationsänderungen ist sicherheitskritisch. Fehlkonfigurationen oder unkontrollierte Zugriffe können Risiken verursachen.
Rollenbasierte Zugriffskonzepte, Mehrparteien-Freigaben für kritische Änderungen und etablierte Sicherheitsstandards.
Transaktionskosten und technische Abhängigkeiten
Je nach eingesetzter Infrastruktur können Gebühren, Abwicklungszeiten oder externe Abhängigkeiten entstehen.
Auswahl geeigneter Technologien, Bündelung von Abrechnungsvorgängen und hybride Modelle mit klassischer Zahlungsabwicklung.
Regulatorische Veränderungen
Rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen können sich im Zeitverlauf ändern und Einfluss auf Abrechnungs- oder Zahlungsprozesse haben.
Modular aufgebaute Abrechnungslogik und flexible Zahlungswege, die sich an neue Anforderungen anpassen lassen.
Datenschutz und Transparenz
Eine gemeinsame Abrechnungsebene darf keine sensiblen oder personenbezogenen Daten offenlegen.
Trennung von Abrechnungslogik und personenbezogenen Daten, Speicherung nur pseudonymisierter Informationen auf der Blockchain sowie revisionssichere Dokumentation.
7. Was wir liefern
Wir begleiten Mobilitätsanbieter von der ersten Idee bis zum stabilen Betrieb einer automatisierten Abrechnungs- und Zahlungslösung. Unser Fokus liegt auf einer praxistauglichen Umsetzung, die sich nahtlos in bestehende Systeme integriert und im Tagesgeschäft zuverlässig funktioniert.
Analyse & Zielbild
Zu Beginn analysieren wir die bestehenden Abrechnungs-, Zahlungs- und Systemlandschaften. Gemeinsam definieren wir ein realistisches Zielbild, das Tarife, Einnahmenverteilungen, Rollen und Sonderfälle klar abbildet und sich technisch sauber umsetzen lässt.
Abrechnungslogik & Prozessdesign
Wir übersetzen die fachlichen Anforderungen in eine eindeutige, regelbasierte Abrechnungslogik. Dazu gehören Preisstrukturen, Provisionsmodelle, Revenue-Sharing-Regeln sowie Freigabe- und Zuständigkeitsprozesse. Diese Logik bildet die verbindliche Grundlage für alle automatisierten Abrechnungen.
Technische Umsetzung & Integration
Wir implementieren die Abrechnungslogik als Smart-Contract-basierte Lösung und integrieren sie in bestehende Systeme wie Fahrer-Apps, Flottenmanagement, Telematik, Buchhaltung oder Zahlungsdienstleister. Bestehende IT-Systeme bleiben erhalten und werden gezielt angebunden.
Zahlungs- & Systemanbindung
Die Lösung wird so aufgebaut, dass Zahlungen flexibel abgewickelt werden können – digital oder über klassische Fiat-Zahlungswege. Die Abrechnung bleibt dabei stets konsistent und dient als verbindliche Referenz für alle Zahlungsflüsse.
Transparenz, Reporting & Dokumentation
Wir sorgen für eine nachvollziehbare Dokumentation der Architektur, Datenflüsse und Abrechnungsregeln. Ergänzend richten wir Reporting- und Monitoring-Grundlagen ein, mit denen Umsätze, Auszahlungen und Zahlungsstatus jederzeit eingesehen und geprüft werden können.
Betrieb, Übergabe & Befähigung
Für den laufenden Betrieb stellen wir strukturierte Leitfäden, Best Practices und Schulungen bereit. Teams werden befähigt, die Lösung eigenständig zu betreiben, Abrechnungen nachzuvollziehen und Anpassungen kontrolliert vorzunehmen.
Ergebnis für Sie
Sie erhalten eine skalierbare, automatisierte Abrechnungslösung, die Einnahmen transparent erfasst, korrekt verteilt und nahtlos in bestehende Zahlungs- und Finanzprozesse integriert ist. Abrechnungen werden nachvollziehbar, Prüfaufwände reduziert und Zahlungsflüsse beschleunigt – bei voller Kontrolle über Regeln, Daten und Prozesse.
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