Rechenbeispiel: was eine Schadensmeldung kostet

Modellrechnung

Eine Schadensmeldung,
einmal durchgerechnet

Der Markt wirbt mit „bis zu 80 Prozent weniger manuelle Arbeit“ und legt nie eine Rechnung vor. Hier ist eine, mit allen Annahmen offen. Sie ist kleiner als jedes Werbeversprechen, und sie lässt sich nachprüfen.

Wichtig: Das ist ein Rechenbeispiel und kein Kundenfall. Der Betrieb unten ist erfunden, die Zahlen sind plausible Annahmen und keine Messung. Was bei Ihnen herauskommt, ergibt sich aus Ihren eigenen drei Zahlen im kostenlosen Check.

Der Modellbetrieb

Wovon wir ausgehen

Eine Hausverwaltung mit neun Leuten im Büro und rund 1.400 verwalteten Einheiten. Schadensmeldungen kommen per Telefon, per Mail und über das Mieterportal herein. Es gibt eine Verwaltersoftware, eine Buchhaltung und einen Ordner mit Handwerkerkontakten. Nichts davon spricht miteinander.

Einheiten
rund 1.400
Büro
9 Personen
Kanäle
Telefon, Mail, Portal
Bürostundensatz
45 € Vollkosten

Der Weg heute

Sechs Schritte, 25 Minuten

So läuft eine einzelne Schadensmeldung, von der ersten Berührung bis zur Ablage. Die Minuten sind Annahmen, aber es sind keine geschönten: Unterbrechungen und Rückfragen sind eingerechnet, weil sie in der Wirklichkeit auch anfallen.

  1. 01

    Meldung entgegennehmen und notieren

    Am Telefon mitschreiben oder die Mail lesen und das Wesentliche herausziehen.

    4 Min.
  2. 02

    Objekt, Einheit und Partei heraussuchen

    Der Melder nennt selten die Einheitennummer. Gesucht wird über Name, Adresse oder Rückruf.

    5 Min.
  3. 03

    Zuständigkeit und Versicherungsfall prüfen

    Mietersache, Eigentümersache, Gemeinschaftseigentum, Versicherung. Die Antwort steht in vier verschiedenen Unterlagen.

    3 Min.
  4. 04

    Handwerker auswählen und beauftragen

    Wer ist zuständig, wer hat Kapazität, wer war beim letzten Mal an dem Objekt.

    6 Min.
  5. 05

    Mieter über den Termin informieren

    Anrufen oder schreiben, oft zweimal, weil beim ersten Versuch niemand rangeht.

    3 Min.
  6. 06

    Rückmeldung nachhalten und ablegen

    Kam der Handwerker, ist es erledigt, liegt die Rechnung vor, ist alles am richtigen Objekt abgelegt.

    4 Min.
  7. 25 Minuten je Meldung

Die Rechnung

Was dieser Vorgang heute kostet

Drei Zahlen, eine Multiplikation. Bis hierher ist nichts behauptet: Das ist Arithmetik aus den Annahmen oben, und Sie können jede davon durch Ihre eigene ersetzen.

Häufigkeit

90 Meldungen im Monat

Bei 1.400 Einheiten eine zurückhaltende Annahme.

Dauer

25 Minuten je Meldung

Die Summe der sechs Schritte oben.

Zeit gesamt

37,5 Stunden im Monat

90 × 25 Minuten, geteilt durch 60.

Im Jahr

450 Stunden

Rund elf Arbeitswochen einer Vollzeitkraft.

In Euro

1.688 € im Monat, 20.250 € im Jahr

Bei 45 € Bürostundensatz in Vollkosten.

Der Standardanteil

Wie viel davon läuft jedes Mal gleich?

Das ist die dritte der drei Zahlen und die einzige, die man schätzen muss. In diesem Modell sind es 60 Prozent: Schritt 1, 2, 3 und 6 laufen weitgehend nach demselben Muster, Schritt 4 und 5 sind Entscheidung und Kontakt.

22,5 Stunden im Monat, 12.150 € im Jahr

60 Prozent von 37,5 Stunden. Das ist die Obergrenze dessen, worüber sich überhaupt reden lässt.

Ab hier wird es zur Annahme

Was davon tatsächlich wegfällt

Eine Automatisierung nimmt nicht den ganzen Standardanteil. Es bleibt Kontrolle, es bleiben Ausnahmen, und es bleibt Nacharbeit an den Fällen, die das Regelwerk nicht sicher zuordnen konnte. Wir rechnen in diesem Modell damit, dass ein Viertel des Standardanteils als Kontroll- und Ausnahmezeit bestehen bleibt.

rund 17 Stunden im Monat, rund 9.100 € im Jahr

Diese letzte Zahl ist eine Annahme und keine Messung. Sie ist der einzige Schritt in dieser Rechnung, den wir nicht belegen können, und wir schreiben ihn deshalb ausdrücklich dazu, statt ihn in einer Prozentzahl verschwinden zu lassen. Was bei Ihnen übrig bleibt, zeigt sich erst im Betrieb.

Was bleibt

Was ein Mensch weiter macht

  • Die Auswahl des Handwerkers. Wer zu welchem Objekt passt, weiß Ihre Sachbearbeiterin und kein Regelwerk.
  • Jede Freigabe, die Geld kostet oder rechtlich bindet. Bei einem Verwalter, der fremde Gelder führt, gilt das doppelt.
  • Die Fälle, die das Regelwerk nicht sicher zuordnen konnte. Sie landen in einer eigenen Liste, statt geraten zu werden.
  • Das Gespräch mit dem Mieter, wenn es eskaliert. Automatisiert wird der Verwaltungsweg, nicht der Umgang mit Menschen.
Und jetzt Ihre Zahlen

Diese Rechnung ist erfunden.
Ihre wäre es nicht.

Das Modell oben zeigt, wie die Rechnung aufgebaut ist, nicht was bei Ihnen herauskommt. Ihre Häufigkeit ist eine andere, Ihre Minuten sind andere, und Ihr Standardanteil ist es erst recht. Der kostenlose Check hält genau diese drei Zahlen für einen Ihrer Vorgänge fest, und wenn die Rechnung gegen eine Automatisierung ausfällt, sagen wir das.